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Projektbeschreibung
Was ist Leonhard?
Leonhard ist ein gemeinnütziges Unternehmen zur unternehmerischen Qualifizierung von Strafgefangenen. Wir, Maren Frowein und Dr. Bernward Jopen, unterstützen die Gefangenen bei der Integration in die Gesellschaft nach ihrer Entlassung, setzen aber mit unserem Programm bereits vor der Entlassung an. Unser Ziel ist, durch unser Programm die Rückfallquote ehemaliger Strafgefangener erheblich zu senken und damit die Belastung für Gesellschaft und Staat zu verringern. Um dieses Ziel zu erreichen, legen wir neben der Vermittlung von unternehmerischer Kompetenz einen Schwerpunkt auf die Vermittlung von Werten und Sozialkompetenz.
Wo liegt unsere Motivation?
Die Motivation für das Programm liegt in der Überzeugung, dass Strafgefangene z.T. über ein bisher nicht genutztes Potential unternehmerischer Fähigkeiten verfügen. Wir sind davon überzeugt, dass die unternehmerische Kultur bei Strafgefangenen im Hinblick auf Initiative, Engagement, Risikobereitschaft und Problemlösungskreativität möglicherweise stärker ausgeprägt ist, als gemeinhin angenommen. Dies legt den Schluss nahe, diese „besonderen Eigenschaften“ für die Resozialisierung von Gefangenen zu nutzen, um den Gefangenen nach ihrer Entlassung verbesserte Startchancen in der Arbeitswelt zu geben.
Für den erfolgreichen Wiedereintritt in die Gesellschaft ist es wichtig, Gefangenen eine berufliche Perspektive zu bieten. Neben den vorhandenen schulischen und beruflichen Bildungsangeboten im Strafvollzug will Leonhard durch eine unternehmerische Schulung zur Gründung kleiner Dienstleistungsunternehmen in Verbindung mit der Vermittlung von Sozialkompetenz und Werten die Voraussetzungen für eine berufliche Wiedereingliederung schaffen.
Was macht uns so sicher, dass wir das Richtige tun?
Vorbild für Leonhard ist das im Jahr 2004 in Texas/USA gegründete Prison Entrepreneurship Program (PEP). PEP hat in den vergangenen sechs Jahren mit großem Erfolg über 600 Strafgefangene auf dem Weg zurück in die Gesellschaft begleitet. Besonders bemerkenswert ist, dass durch das Programm die Rückfallquote, die in Texas normalerweise bei 50-70 % liegt, bei den Absolventen des Programms auf unter 10% gesenkt wurde.
Das Prison Entrepreneurship Program hat gezeigt, dass es möglich ist, positive Veränderungsprozesse sowohl bei Unternehmern und Führungskräften aus der Wirtschaft als auch bei Strafgefangenen anzuregen und zu fördern, in dem diese durch unternehmerische Begeisterung, Ausbildung und Betreuung Zugang zueinander bekommen.
Wie ist das Programm aufgebaut?
Die unternehmerische Qualifizierung von Gefangenen erfolgt in drei Phasen innerhalb und außerhalb einer Justizvollzugsanstalt.
Phase 1 (vor Entlassung):
- Grundlagen Unternehmertum und Wirtschaft
- Schlüsselkompetenzen und Werte
- Entwicklung einer Gründungsplanung (Businessplan) unter Assistenz von Studierenden Münchener Hochschulen
Phase 2 (nach Entlassung):
- Unterstützung bei Re-Integration und Arbeitsplatzbeschaffung
- Zeitlich begrenzte Vermittlung von Wohnraum in Integrationshäusern
- Mentoring durch Unternehmer und Führungskräfte aus der Wirtschaft
Phase 3 (nach Entlassung):
- Unterstützung bei einer Unternehmensgründung (optional)
- Wöchentliches Businesstraining
- Mentoring durch Unternehmer und Führungskräfte aus der Wirtschaft
Wie ist der aktuelle Status?
Seit letztem Jahr bereiten wir das Projekt intensiv und mit Hochdruck vor. Wir führen seit Anfang Januar 2011 ein 23-wöchiges Pilotprojekt in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt durch. Das Pilotprojekt umfasst ausschließlich die Phase 1. Wir haben im Rahmen eines mehrstufigen Prozesses zehn Gefangene ausgewählt.
Unser Netzwerk außerhalb des Gefängnisses umfasst Unternehmer und Führungskräfte sowie Studierende Münchener Hochschulen, die uns bei der Umsetzung unterstützen werden.
Dieses Pilotprojekt wird entscheidend für die weitere Entwicklung von Leonhard sein. Bei erfolgreicher Erprobung sind weitere Kurse vorgesehen. Gleichzeitig werden die Phasen zwei und drei aufgebaut.
Mittelfristig planen wir, das Programm in weitere Gefängnisse nach Bayern und später auch in weitere Bundesländer zu tragen. Um den geplanten Erfolg belegen zu können, wird das Pilotprojekt wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
In der Rubrik „Updates“ berichten wir in den kommenden Wochen von den Entwicklungen im Pilotprojekt. Unter anderem finden Sie dort auch Journaleinträge unserer Teilnehmer aus dem Gefängnis. Hier finden Sie alle unsere Updates .
Weswegen starten wir einen Spendenaufruf über 20.000 Euro?
Sobald erste Ergebnisse aus dem Pilotprojekt vorliegen, versprechen wir uns Unterstützung von Stiftungen, staatlichen Fonds, Unternehmen und Privatpersonen.
Die Kosten für das Pilotprojekt werden im Moment komplett durch uns - die beiden Gründer - privat finanziert. Dies stellt uns vor eine „große Herausforderung“, zumal wir uns hauptberuflich um Leonhard kümmern.
Wir erhoffen uns über diesen Spendenaufruf eine Teilfinanzierung des Pilotprojekts. Derzeitige Kosten:
- 55.000 Euro: Gesamtkosten für das Pilotprojekt
- davon 35.000 Euro: Privatfinanzierung durch die Initiatoren der Leonhard gGmbH
- davon 20.000 Euro: bisher noch keine Finanzierung
Zur Verdeutlichung: Jeder Studienplatz kostet unsere Unterstützer nur 2.000 Euro. Bitte helfen Sie uns und greifen Sie den Gefangenen auf dem Weg zurück in unsere Gesellschaft unter die Arme!
Wir haben bei den Vorbereitungen für dieses Projekt sehr viel Zuspruch erhalten und hoffen sehr, dass sich dieser nicht nur in guten Wünschen (über die wir uns sehr gefreut haben!) sondern auch „in Zahlen“ äußert.
Wer steckt hinter Leonhard?
Lesen Sie mehr über uns in unserem öffentlichen Profil.
42
Sherpas
0
Minuten noch
26.140 €
von 20.000 € bereits erreicht
Prämien
Spendenquittung möglich
10 € und mehr |
100 € und mehr |
500 € und mehr |
2.000 € und mehr |
10 verfügbar |
Projektinhaber
Leonhard gGmbH | Unternehmertum für Gefangene
Dr. Bernward Jopen und Maren Frowein sind Geschäftsführer und Gründer der Leonhard gGmbH....






