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Projektbeschreibung
Byot/ Built your own temple reist von Berlin nach Amerika
Deutscher Geist und Umweltbewußtsein werden in das intellektuelle Herz der USA, direkt an den Campus der New York University (NYU) in Mannhattan, ans deutsche Haus @ NYU in einer eingängigen, schönen Installation gebracht. Dazu benötigen wir finanzielle Unterstützung für die Reisekosten, Unterkunft und vor allem Material für die Installation (was für die Berliner Installationen eine Kreuzberger Kirchengemeinde finanziert hat) Technik: 5 iPods, 1 Sounddock, Material für den Raum, die Skulptur: Holz, Flaschen, Liegestühle, da - dank der Wirtschaftskrise - die Sach & Finanzunterstützung Unterstützung im deutschen Haus diesmal eingeschränkt ist
Inhalt der Installation
Ein Flaschenberg, aus dem die Schöpfung erklingt.
Soundloops aus Audioguides verdichten - in Liegestühlen zu genießen - imaginativ die Unfassbarkeit der Welt, während am Himmel glitzernde Fahnen tanzen.
- Von: Jantje Röller & Steffo Jennerich
- Ton: Holger Schwark
- Sprecher: Traute Hoess & Axel Werner
- Musik: Joseph Haydn G-Strings, Rolf Zielke, Stephan Braun
- Fotos: Jennifer Ackermann
Aus Überresten einer Gesellschaft, die immer wieder neues Material verlangt, ist eine Industrie des Abfalls entstanden. Aus der Idee, Müll zu reduzieren, um die Schöpfung zu bewahren, ist eine neue Industrie geworden. Nicht nur Kinder aus Favelas leben von dem, was sie in Müllbergen an Verwertbarem finden, Obdachlose sammeln geradezu „professionell“ Pfandflaschen und organisieren eigene Eintauschstationen. Die Auswertung von nicht mehr Gebrauchtem ist tatsächlich auch zum lifestyle besser Situierter geworden. Der Vertrieb abgelegter Ware auf hübsch gestalteten Seiten eines Internetauktionshauses ist so selbstverständlich wie die börsenträchtige Vermarktung von Müllrechten: Wiederverwertung von abgelegter Materie ist ein ökonomischer Faktor der Konsumgesellschaft und heizt immer neu den Konsum - und damit die Verschwendung von Ressourcen - an. Auch der Versuch, den Schaden des eigenen Tuns zu begrenzen, ufert aus. Dabei wäre doch gut, erst mal neu zu begreifen, dass die Schöpfung eigentlich unbegreiflich ist. Dazu müsste man versuchen, im das hektische Getriebe der Schadensbegrenzungen, des immer noch mehr - und sei es Müll - Konsumierens eine Ruhezone zu schaffen. Einen Raum, um neu zu denken und die Unbegreiflichkeit der Schöpfung ästhetisch zu erfahren.
6
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Prämien
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Projektinhaber
Jantje Röller
Jantje Röller, Konzept, Regie, Produktion:1969 in Wilhelmshaven geboren, Studium der Philosophie, Literaturwissenschaften und Kulturwissenschaften in Konstanz, Hamburg, Baltimore, MD, New York, NY, Frankfurt/Oder. Promotion 2001. Seit 1988 Regieassistentin und Dramaturgin, Zusammenarbeit mit...






